Byte-Reihenfolge

Die Byte-Reihenfolge (englisch byte order oder endianness) bezeichnet in der Computertechnik die Speicherorganisation für einfache Zahlenwerte, in erster Linie die Ablage von ganzzahligen Werten (Integer) im Arbeitsspeicher. Die ersten Rechnerarchitekturen haben die Darstellung von mehrstelligen Zahlen aus dem Alltag entsprechend der Konvention des Stellenwertsystems übernommen, zunächst für dezimal, dann auch für binär dargestellte Zahlen. In dieser Konvention beginnt die Notation einer Zahl mit der Ziffer an der höchstwertigen Stelle. Addition, Subtraktion und Multiplikation beginnen aber mit der niedrigstwertigen Ziffer, der Einerstelle. Solange man innerhalb ähnlicher Rechnerarchitekturen blieb, musste man sich nicht um die Endianness kümmern, sie entsprach ja der gewohnten. Da die genannten drei mathematischen Grundfunktionen jedoch einen Maschinenzyklus früher starten können, wenn man die Bitreihenfolge umkehrt, haben in der Folge einige Hersteller ein entsprechendes Architekturprinzip erstellt. Das heißt: die Einerstelle wird an die Anfangsadresse gelegt, und die 3 Algorithmen schreiten nach rechts in die höheren Stellen und Adressen fort. Diese Abweichung vom Gewohnten machte die Begriffsbildung Endianness erforderlich. Beim big-endian (wörtlich etwa: „großendigen“, siehe auch Abschnitt Etymologie) Format wird das höchstwertige Byte zuerst gespeichert, das heißt an der kleinsten Speicheradresse. Allgemein bedeutet der Begriff, dass bei zusammengesetzten Daten die größtwertige (höchstrangige) Komponente zuerst genannt wird, wie etwa bei der deutschen Schreibweise der Uhrzeit: Stunde:Minute:Sekunde. Beim little-endian (wörtlich etwa: „kleinendigen“) Format wird dagegen das kleinstwertige Byte an der Anfangsadresse gespeichert beziehungsweise die kleinstwertige Komponente zuerst genannt, wie bei der herkömmlichen deutschen Datumsschreibweise: Tag.Monat.Jahr. Die Begriffe Big-Endian und Little-Endian bezeichnen also dasjenige Ende der Darstellung, das an erster Stelle notiert beziehungsweise an der kleinsten Adresse gespeichert wird. Da letztere Adresse auch in aller Regel das ganze (mehrstellige) Feld adressiert, wären die Bezeichnungen „Big-Startian“ und „Little-Startian“ noch treffender, weil das Feld an der Stelle, um die es geht, nicht endet, sondern startet. Im Sprachgebrauch werden die beiden Varianten in der Computertechnik oft auch nach den Herstellern von Mikroprozessoren benannt, die die jeweilige Variante in mehreren Prozessorfamilien verwenden beziehungsweise verwendet haben: „Motorola-Format“ steht für Big-Endian, während „Intel-Format“ für Little-Endian steht. Werden Daten bitweise seriell übertragen, so ist auch die Bit-Reihenfolge festzulegen. Logisch erscheint die Big-Endian-Byte-Reihenfolge, wenn das höchstwertige Bit eines Bytes zuerst übertragen wird (etwa I²C), und entsprechend umgekehrt (etwa RS-232). Bisweilen sieht man auch umgekehrte Zuordnungen, etwa bei Bildwiederholspeichern.

Wörter

Diese Tabelle zeigt das Beispiel für die Verwendung von Wortlisten zum Extrahieren von Stichwörtern aus dem obigen Text.

WortHäufigkeitAnzahl der ArtikelRelevanz
endianness420.144
little-endian420.144
big-endian440.137
byte41690.098
kleinstwertige210.076

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