Dysplasie

Dysplasie (aus altgriechisch δυσ- dys- ‚miss-, un-‘ und πλάσσειν plassein ‚formen, bilden‘; neugriechisch δυσπλασία dysplasía) bezeichnet in der Humanmedizin und Veterinärmedizin ganz allgemein eine Fehlbildung. Ebenso versteht man unter diesem Begriff noch rückbildungsfähige (reversible) Veränderungen von Zellen, Geweben und Organen, die einerseits durch atypische Wachstumsvorgänge und Verlust der Differenzierung gekennzeichnet sind. Hierbei sind die Übergänge zur Anaplasie fließend. Andererseits ist auch eine Aplasie als Dysplasie anzusehen, die aber im Unterschied zur Agenesie durch die Nichtausbildung eines Organes trotz vorhandener Organanlage gekennzeichnet ist. Bei der Betrachtung des feingeweblichen Aufbaus eines Organs versteht man unter dem Begriff Dysplasie eine Abweichung der Gewebestruktur vom normalen Bild. Treten Dysplasien gehäuft im mikroskopischen Untersuchungsbefund einer histologischen Untersuchung auf, so können dies Krebsvorstufen sein. Mittelgradige und schwere Dysplasien werden als Präkanzerosen eingestuft, die Vorstufen eines malignen Tumors darstellen.

Wörter

Diese Tabelle zeigt das Beispiel für die Verwendung von Wortlisten zum Extrahieren von Stichwörtern aus dem obigen Text.

WortHäufigkeitAnzahl der ArtikelRelevanz
dysplasie41520.284
dysplasien2170.175
krebsvorstufen130.1
rückbildungsfähige130.1
nichtausbildung140.098

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